Merinowolle pflegen: Waschen, Trocknen & mehr

Wenn der Anschaffungspreis für ein Produkt höher ist versuchen wir natürlich es ordentlich zu pflegen, damit die Freude daran möglichst lange währt – das ist bei Merinowolle nicht anders. Bei der Pflege Ihrer Lieblingsstücke sollten Sie deshalb die folgenden Punkte des großen Pflegeratgebers für Merinowolle von edlerzwirn.com unbedingt verinnerlichen. Hier finden Sie eine übersichtliche Pflegeanleitung für Merinokleidung.

Grundsätzliches zur Merinowolle Pflege

Merinowolle ist ein sehr feiner Garn, der – im Vergleich zu anderen Wollarten – vergleichsweise einfach zu pflegen ist. Vor allem unter Sportlern ist einer der großen Vorteile dieses Zwirns beliebt: Merinowolle fängt nur in Ausnahmefällen an, zu riechen. Der Grund dafür, liegt in der Beschaffenheit der Fasern begründet:

  • Merinowolle nimmt Feuchtigkeit (Schweiß) sehr schnell auf.
  • Der Schweiß wird in den Fasern gespeichert…
  • …und anschließend nach außen hin abgegeben.

All zu häufiges Waschen ist nicht notwendig und schadet der Merinowolle mehr, als es hilft. Optimale Pflege bedeutet deshalb auch, dass Sie Ihr Lieblingsstück lieber einmal mehr lüften als waschen sollten.

Das richtige Waschen

Merino Wolle Waschen Tipps

Merino-Produkte können per Hand oder in der Maschine gewaschen werden.

Ganz unabhängig davon, wie Sie Merinowolle waschen: Sie benötigen dafür kein spezielles Wollwaschmittel. Ein normales (flüssiges) Waschmittel ist für die feinen Fasern besser geeignet. Auch auf Weichspüler sollten Sie verzichten, wenn Sie eine der folgenden Waschmethoden nutzen:

1. Die meisten Hersteller von Kleidungsstücken aus Merinowolle empfehlen, die Nutzung der Waschmaschine. Hier können Sie einfach das ganz normale Waschprogramm wählen, das Sie auch für andere Kleidungsstücke nutzen. Die Temperatur stellen Sie auf maximal 40 Grad ein, wobei Sie mit 30 Grad in jedem Fall auf der sicheren Seite sind. Vergessen Sie dabei nicht, die Merinokleidung umzudrehen, sowie Reißverschlüsse und Knöpfe zu schließen.

2. Möchten Sie die Merinowolle doch lieber mit der Hand waschen, ist natürlich auch das möglich. Allerdings sollten Sie dabei sehr behutsam vorgehen und den Stoff nicht aneinanderreiben, da sich andernfalls Knötchen bilden. Nutzen Sie für die Handwäsche ebenfalls ein Maschinenwaschmittel.

Natürlich ist auch die Abgabe der Merinowolle in der Reinigung eine Möglichkeit. Große Qualitätsunterschiede sind hier jedoch gang und gäbe. Versuchen Sie es deshalb lieber erst einmal selbst.

Trocknen und lagern

Merinowolle schleudern

Meist reicht bei Merinowolle kurzes lüften aus und die Kleidung riecht wieder neutral.

Einige Kleidungsstücke aus Merinowolle tragen das sogenannte Woolmark-Logo, das sie für den Einsatz im Trockner befähigt. Allerdings sollten Sie die Temperatur dennoch nicht all zu hoch einstellen und vielleicht sogar die Kaltluft-Variante wählen.

Finden Sie kein Woolmark-Logo oder trauen Sie dem Trockner nicht, legen Sie die Merinowolle zum Trocknen einfach hin. Auch wenn Merinowolle vergleichsweise formstabil ist, gehen Sie mit der liegenden Trocknung das Geringste (beziehungsweise gar kein) Risiko ein.

Tipp: Verbliebene Nässe bekommen Sie sehr einfach aus der Merinowolle heraus, indem Sie Ihr Lieblingsstück in ein Handtuch wickeln und es leicht pressen, um Wasser herauszudrücken.

Die Lagerung wiederum sollte ebenfalls liegend erfolgen. Ein Problem sind außerdem Motten, denn die lieben den edlen Zwirn genauso, wie Sie. Legen Sie deshalb ein wenig Lavendel oder Zedernholz bei, um die gefräßigen Biester zu verscheuchen.

Was tun bei Flecken auf Merinowolle?

Bei Flecken ist Bleichmittel natürlich Tabu. Weichen Sie den Fleck vor der Maschinenwäsche einfach ein wenig ein, um ihn „aufzuweichen“. Da Merinowolle stark schmutzabweisend ist, sollte diese Vorbehandlung reichen, um ihn zu entfernen. Reicht das nicht, bleibt immer noch der Gang in die Reinigung als Alternative übrig.

Pilling bei Merinokleidung

Merinowolle Waschmittel

Ein Fusselroller oder ein Pillingrasierer sind ideal um lästige Fusseln zu entfernen.

Kurze Fasern in der Merinowolle gelangen nach einiger Zeit nach außen und verfilzen dort – die Knötchenbildung kennt man auch unter dem Begriff „Pilling“. Weil das einfach nicht schön aussieht, gibt es entsprechende Pillingrasierer und -kämme, die die Verfilzungen entfernen. Alternativ ist auch eine Wäsche gemeinsam mit einer Jeans in der Maschine möglich. Rasierer und Kamm sind jedoch die schonendere Wahl.

All diese Dinge sind für die Pflege von Merinowolle ganz entscheidend, damit sie weiterhin kuschelig weich bleibt und schön anzusehen ist. Versuchen Sie möglichst alle Tipps zu beherzigen, ohne sich dabei unnötig zu stressen, denn: Wenn Sie wissen, worauf es bei Merinowolle ankommt, so ist auch die Pflege kein Problem mehr.