Vikunjawolle kaufen: Qualität erkennen

Vikunjawolle stammt vom kleinsten Kamel der Welt, das in den Hochanden von Südamerika beheimatet ist. Dieses seltene Exemplar hat ein besonders weiches, seidig glänzendes Fell, das in seiner Feinheit sogar die edle Kaschmirwolle übertrifft. Nicht ohne Grund ist Vikunjawolle die teuerste Wolle der Welt. Rund 500 Euro kostet das Rohmaterial pro Kilo. Ein maßgeschneiderter Mantel aus Vikunjawolle hat somit einen stolzen Preis von bis zu 25.000 Euro. Warum Vikunjawolle so viel kostet, warum sie es auch wert ist und wie Sie Qualität erkennen, erfahren Sie hier.

Warum Vikunjawolle so teuer ist

Die zimtfarbene Wolle, die von Natur aus bereits so schön anzusehen ist, dass sie meist gar nicht eingefärbt wird, ist sehr rar und schwer zu beschaffen. Das rührt vor allem daher, dass die Minikamele nur in freier Wildbahn zu finden sind – sie sind zu scheu, um in Gehegen gehalten werden zu können. Außerdem können sie nur alle zwei Jahre geschoren werden, da ihr Haar sehr langsam nachwächst.

Vikunjas sind seltene Tiere, die aufgrund von Wilderei und Krankheiten beinahe ausgestorben wären. Zum Glück wurden sie jedoch 1975 unter Artenschutz gestellt – seitdem hat sich die Population der Vikunjas wieder verdoppelt und Luxusdesigner können weiterhin die edle Wolle beziehen.

Hochwertige Vikunjawolle erkennen

Gerade, weil Vikunjawolle so teuer ist, sollten Sie beim Kauf auch sichergehen, dass das Produkt auch hält, was es verspricht. Grundsätzlich ist eine gute Methode dafür ein Anfassen der Wolle. Vikunjawolle ist besonders fein, flauschig und leicht. Außerdem werden die Fasern meist nicht eingefärbt, da sonst Qualitätseinbußen zu erwarten wären. Daher behalten auch Kleidungsstücke aus Vikunja Wolle ihre charakteristische Zimtfarbe und ein leichtes Glänzen.

Qualität hat ihren Preis

Wie bereits erwähnt, ist der Preis ein erster Indikator für Qualität. Dieser liegt bei Kleidung aus Vikunjawolle aufgrund der Exklusivität des Materials deutlich höher als bei Kleidungsstücken aus allen anderen Fasern. Das kommt daher, dass die hochwertigen Vikunjafasern so schwer zu beschaffen sind.

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Der Kilopreis des Rohmaterials liegt bei 500 Euro und mehr. Daher kann schon ein einziger Schal über 1000 Euro kosten – und das muss er auch, sonst können Sie davon ausgehen, dass er nicht zu 100 Prozent aus Vikunjawolle besteht. Richtig teuer wird’s bei maßgeschneiderten Vikunja Mänteln: Diese kosten bis zu 25.000 Euro.

Wie fein sind die Fasern?

Vikunjawolle ist besonders fein. Wie fein eine Faser ist, kann man mit der Maßeinheit Mikron messen. 1 Mikron entspricht einem Tausendstel Millimeter Durchmesser. Vikunjawolle hat einen Durchmesser von gerade einmal 12 Mikron – zum Vergleich, der Durchmesser der edlen Kaschmirwolle liegt bei 14-21 Mikron. Herkömmliche Schafwolle hat einen Mindestdurchmesser von 30 Mikron.
Dieser Feinheit ist es zu verdanken, dass man bei Vikunjakleidung niemals ein lästiges Kratzen spüren wird. Im Gegenteil, der Tragekomfort ist enorm hoch.

Was das Etikett verrät

Nur, wo 100 Prozent Vikunja draufsteht, ist auch 100 Prozent Vikunjawolle drin. Ein Blick aufs Etikett ist daher unerlässlich. Wenn das Kleidungsstück nicht aus reiner Vikunja Wolle besteht, zahlt sich der hohe Preis nicht aus und Sie können auch einfach auf ein deutlich günstigeres Pendant aus Kaschmir zurückgreifen.

Guten Gewissens kaufen

Da die Minikamele 1975 unter das Washingtoner Artenschutzgesetz gestellt wurden, muss man sich bei Vikunjawolle keine allzu großen Gedanken über den Tierschutz machen. Dennoch gibt es einen Indikator, der Ihnen zusätzlich garantiert, dass die Bestimmungen des Artenschutzgesetzes eingehalten wurden: das Label „legally sheared“. Wenn das Wolle dieses Label trägt, ist sie legal importiert worden.

Auf den Hersteller achten

Das Luxuslabel Loro Piana ist bekannt dafür, hochwertige Vikunjawolle zu besonders edlen Kleidungsstücken zu verarbeiten, und ist daher Vorreiter bei Vikunja Kleidung. Aber auch Falke hat sich einmal an die edle Wolle getraut und daraus die teuersten Socken der Welt gefertigt.