Echtes Kaschmir erkennen: Kaschmir Fälschung sofort aufdecken

Ein Kaschmirpullover für 59 Euro. Das klingt einfach zu schön, um wahr zu sein – und das ist es meist auch nicht. Der Grund dafür ist ganz einfach: Echte und hochwertige Kaschmirwolle ist nur begrenzt verfügbar und damit sehr exklusiv und teuer. Dennoch sind derartige Angebote immer wieder zu entdecken. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch schlicht und ergreifend um Fälschungen, die besonders schwer zu erkennen sind. Wie Sie eine Kaschmir Fälschung erkennen, erfahren Sie hier bei edlerzwirn.com.

Kaschmir Fälschungen erkennen

Viele Experten auf dem Gebiet der Kaschmirproduktion in der DACH-Region stehen ratlos in der Ecke, denn Fakt ist: Es gibt kein verlässliches Verfahren, mit dem man erkennen kann, wie hochwertig die Qualität von Cashmere tatsächlich ist. Über einen mikroskopischen Test lässt nur besonders eindeutiger Schwindel aufdecken:

  • Wurden Kunstfasern, beispielsweise Viskose beigemischt, ist das identifizierbar.
  • Bei anderen minderwertigen Wollsorten, beispielsweise Schafswolle, ist kein Unterschied zu Kaschmir zu erkennen.
  • Der Grund dafür ist: Tierwolle hat immer die identische Struktur.

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wenn nicht einmal Experten eine Kaschmir Fälschung erkennen können, wie sollen Sie es dann anstellen? Die wenigen Ansatzpunkte, die es gibt, haben wir für Sie zusammengefasst.

Fälschungstest 1: Der Preis

Kaschmir Preis

Echte Kaschmir-Qualität hat seinen Preis

Ihr Hauptaugenmerk sollte dem Preis gelten. Bedenken Sie, dass ein Kilogramm Kaschmirwolle im Rohzustand rund 150 Euro kostet. Für einen Pullover werden rund 200 Gramm verarbeitet, womit allein das Material mit 30 Euro zu Buche schlägt. Hinzu kommen Kosten der Verarbeitung, Logistik und viele weitere Dinge, die natürlich eine tragende Rolle für den Endpreis spielen.

Kurzum: Ein Kaschmirpullover für 59 Euro vom Modehaus um die Ecke kann schlicht und ergreifend nicht zu 100 Prozent aus Kaschmirwolle bestehen. „Normale“ Kaschmirpullover-Preise starten hier vielmehr bei 200 Euro aufwärts, also rund das Vierfache.

Fälschungstest 2: Der „Brenntest“

kaschmir-brenntest

Mit dem Brenntest lässt sich echtes Kaschmir erkennen

Sie haben natürlich nicht immer ein Mikroskop dabei, dennoch können Sie über einen einfachen Test erkennen, ob Kunstfasern beigemischt wurden. Dazu brauchen Sie lediglich das Kaschmirteil, ein Feuerzeug und einen „guten Riecher“:

  • Zupfen Sie ein paar Fasern heraus.
  • Zünden Sie sie mit dem Feuerzeug an.
  • Viskose riecht nach verbranntem Papier. Polyester verbrennt in einer hellen und großen Flamme.
  • Kaschmir jedoch ist nur schwer entflammbar und riecht eher süßlich. Die entstandenen Knöllchen lassen sich leicht zwischen den Fingern zerreiben.

Wie gesagt: Mit der Brennprobe erkennen Sie nur, ob Kunstfasern beigemischt wurden. Ob andere Wollsorten enthalten sind, ist mit dem Brenntest nicht zu eruieren.

Fälschungstest 3: Der Fransentest

faden

Bei Kaschmir sind die Fransen ein Qualitätsmerkmal

Die Fransen sind ein Qualitätsmerkmal von Kaschmir und sollten sorgfältig verknotet sein. Öffnen Sie die Fransen ein wenig, sollten auch die inneren Fasern die gleiche Farbe wie der Rest haben, denn: Späteres Einfärben ist kostengünstiger, wird jedoch meist von Fälschern genutzt. Ein seriöser Händler färbt die Kaschmirwolle während des Verarbeitungsprozesses.

Absolute Sicherheit gibt es zwar nicht, die oben vorgestellten Fälschungstests geben jedoch einen ersten Ansatzpunkt, um annähernd sicher zu sein, ob das jeweilige Produkt, beispielsweise Ihr neuer Kaschmirschal, echt ist. Wichtig ist deshalb vor allem, dass Sie sich einen Händler aussuchen, der seine Lieferanten und im Idealfall das Ursprungstier ganz genau kennt, denn: Selbst der Händler weiß oft nicht, was ihm verkauft wurde.